Notfallseelsorge-Aktivitäten und die corona-bedingten Herausforderungen

Trotz der laufenden Pandemie und den steigenden Infektions-Zahlen sind praktisch alle Notfallseelsorge-System (teils nach lockdown-bedingten Unterbrechungen) wieder voll aktiv und für Notfallseelsorge-Bedarf rufbereit.

Schwieriger gestalten sich dagegen sonstige Aktivitäten wie Dienst-Treffen oder Fortbildungs-Veranstaltungen. Derzeit läuft in Wiesbaden der nach dem Lockdown vermutlich erste und für dieses Jahr 2020 wohl auch letzte Grundkurs Notfallseelsorge im Bereich der EKHN unter aktuellen Schutzauflagen in einem großen Gemeindesaal.

Für die 19 TeilnehmerInnen und die Referenten entstehen dadurch ganz ungewohnte Herausforderungen: akustische, weil es große Raumabstände zu beschallen gilt (mittlerweile kommen Mikrofone, Verstärker und Lautsprecher zum Einsatz), methodische, weil Kleingruppen-Arbeiten und Rollenspiele unter notwendiger Abstandshaltung oder Masken-Tragen schlicht anders funktionieren als sonst üblich. Und letztlich hängt die Drohung von Erkrankungen oder Quarantäne-Auflagen für einzelne TeilnehmerInnen oder im „worst case“ der ganzen Lerngruppe wie ein Damokles-Schwert über der Unternehmung. So musste im letzten Seminar-Block eine in Quarantäne befindliche Teilnehmerin per Videokonferenz zugeschaltet werden, um ihr einen Kursabbruch möglichst zu ersparen – eine durchaus interessante Erfahrung eines „hybriden“ Unterrichts als analog-digitale Mischform.

Es ist spannend, was uns diese Krise noch abverlangen wird…

Im Vorfeld des Bundeskongresses Notfallseelsorge und Krisenintervention: Die Konferenz Evangelische Notfallseelsorge tagt in Hannover…

  1. Vielleicht wichtigster Tagesordnungspunkt ist die Arbeit an einem neuen Konzept für den Bundeskongress NFS: Veranstaltung alle 2 Jahre an festem Ort, Charakteristik als Fachkongress, auf 300 Personen begrenzte TeilnehmerInnen-Zahl, Anmeldung über die NFS-Systeme, geänderte Zeitstrukturen…

Vernetzungs-Treffen PSNV-B im Gesundheitsamt Frankfurt/Main

Am gestrigen Dienstag, 21.03.2017 fand im Gesundheitsamt Frankfurt/Main ein „Vernetzungs-Treffen PSNV-B Rhein-Main“ statt. Initiator Peter Waterstraat, zuständig für die Koordination Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt/Main, konnte dabei Vertreter fast aller im Rhein-Main-Gebiet vorhandenen Gruppen begrüßen, die sich in der Betreuung von Betroffenen nach akuten Notfällen und Krisen engagieren (abgekürzt PSNV-B =psychosoziale Notfallversorgung Betroffener).

Thema des Abends war, wie sich eine Großstadt wie Frankfurt auf eine psychosoziale Notfallversorgung bei größeren Schadensszenarien einstellt, und wie eine gegenseitige Unterstützung bei derartigen Lagen durch PSNV-Systeme in der Region vorbereitet und organisiert werden kann. Eine leider notwendige Thematik, wie u.a. die Anschläge im europäischen Raum in den letzten Jahren gezeigt haben…

Im Planwagen durch die Dunkelheit…

Am Montag, den 20. März 2017 hat das Team der Wiesbadener Notfallseelsorge im Rahmen seiner monatlichen Treffen eine Funzelfahrt im Planwagen unternommen. Rund um Medenbach führte die Fahrt durch die Dunkelheit über Feldwege, Hügel und Täler. Besonders beeindruckend war der kurze Halt am „Drei-Meeres-Blick“: tagsüber erblickt man dort das Häuser-Meer der Rhein-Main-Ebene, wenn es dann dunkelt das Lichter-Meer, und wenn das Licht ausgeht gar nichts mehr…!

Die leibliche Versorgung war gut, der Fahrer und Fremdenführer erinnerte stetig: „Vergesst das Trinken nicht!“, und alle Mitfahrerinnen hatten viel Spaß miteinander- was dem Team-Zusammenhalt sicherlich gut tut.

Vielen Dank an das Notfallseelsorge-Team aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, welches an diesem Abend  die Vertretung für etwaige Notfallseelsorge-Einsätze übernommen hatte.